Die Geschichte des Steppens

Die Kunst des "Steppens" (englisch quilt = steppen) ist aus dem Orient nach Europa überführt worden.
Einer der Gründe für das Steppen war, dass sich die Menschen Möglichkeiten suchten, sich z. B. besser vor Kälte schützen zu können. Hierzu wurde zwischen zwei Stoffschichten isolierende Materialien wie Blätter, Stroh, Federn, Wolle, Baumwolle, usw. eingearbeitet und durch einfache oder verzierende Steppstiche vernäht.
In Europa wurde diese Art zur Kleiderherstellung durch die Kreuzritter (11. Jahrhundert) bekannt. Sie trugen „gequiltete“ Wamse unter der Rüstung oder dem Kettenhemd, die sie gegen Kälte schützen sollten.

Heute wird diese Art der Textilverarbeitung bspw. bei der Herstellung von Bezügen für Matratzen angewandt. Dabei wird der Oberstoff ( Drell, Frottee, o.ä. ) mit einem Vlies ( weit verbreitet das PE-Trikot ) versteppt. Aber auch natürliche Produkte finden hier Verwendung: so eignen sich Schafschurwolle oder auch Kamelhaar hervorragend bei der Matratzenherstellung. Der Phantasie sind keinerlei Grenzen mehr gesetzt; bei allen Überlegungen sollten allerdings sowohl die Ökologie als auch die Ökonomie zu ihrem Recht kommen.

Die unterschiedlichen Steppstiche

Bei Vielnadelsteppmaschinen wird unterschieden zwischen dem Kettenstich und dem Steppstich.
Beim Kettenstich arbeiten alle Nadeln zeitgleich und führen die gleiche Bewegung aus. Jeder Nadelposition ist ein Greifer zugeordnet, der den Oberfaden ,greift‘ und somit eine Kette bildet.

Auch beim Steppstich arbeiten alle Nadeln gleichzeitig mit der gleichen Bewegung. Hier wird aber jeder Nadelposition ein eigenes Schiffchen zugeordnet, in dem sich eine Bobine mit dem Unterfaden befindet. Dadurch wird eine Schlinge mit dem Unterfaden gebildet. Durch diese „Verknotung“ ergibt sich eine besondere Stabilität. Aus diesem Grunde wird bei Matschke & Boller ausschließlich auf Steppstich­maschinen gearbeitet und qualitativ hochwertige und langlebige Steppware erzeugt.

Matschke & Boller Steppwarenfabrik GmbH & Co. KG